| Weiche Kontaktlinsen werden individuell für jedes Auge einzeln angepasst. Anders als bei formstabilen Linsen besteht wegen der grösseren Verformbarkeit eine gleichfalls viel grössere Toleranz in der Anpassung, da die weichen Linsen sich der Form der Augenoberfläche anschmiegen.
Wie bei den formstabilen Linsen werden im einfachsten Fall die sog. Hornhautradien, die Brillenglasstärke und der Durchmesser der Hornhaut zur Bestimmung einer Anpasslinse benötigt. Mit diesen Informationen kann man Form, Stärke und Grösse der Kontaktlinse berechnen, die sich von der Brillenglasstärke unterscheidet.
Die Brillenglasstärke sollte eigentlich korrekterweise Scheitelbrechwert genannt werden, da es sich um die optische Stärke des Glases im Hornhautscheitelabstand also etwa 14-16 mm vor dem Knotenpunkt des Auges handelt.
Wundern Sie sich daher bitte nicht, wenn die Werte von Brillenglas und Kontaktlinse gerade bei höheren Fehlsichtigkeiten differieren.
Bei Premiolens®-System wird zur Optimierung der Anpassung auf eine Vielzahl weiterer Daten zurückgegriffen, die eine deutlich bessere Bestimmung der Form der Kontaktlinse gestatten, als bei Vorhandensein nur der Basisinformationen.
Die zusätzlichen Informationen werden mit Hilfe von
- Hornhauttopographie,
- Videokeratoskopie,
- Aberrometrie/Wellenfrontanalyse,
- Scheimpflug-Photographie
- okulärer Kohärenztomographie des Vorderabschnittes
- Endothelphotographie
erhoben und nach dem Premiolens®-System ausgewertet Auf der Basis dieser Informationen gelingt die Bestimmung der individuellen weichen Linse deutlich präziser.
IBeim Premiolens®-Konzept erfolgt dann noch eine individualisierte Bestimmung des bestgeeigneten Materials für das individuelle Auge und fertig ist Ihre individuelle weiche Premiolens®-Kontaktlinse.
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